Dracula and more – Rumäniens Schlösser und Wehrburgen

„Wer kennt es nicht?“, Schloss Bran, nach Bam Stoker Wohnsitz von Vlad dem Pfähler alias Dracula. Schon von außen beeindruckt das massive, auf einem Granitfelsen erbaute Schloss. Wer sich stundenlanges Anstehen ersparen will, kommt 2-3 Stunden vor dem Ende der Öffnungszeit an den Ticketschalter. Dazu sollte er reichlich vorher vom Parkplatz aufbrechen, um all die Restaurants, Imbissbuden und Stände mit Kitsch vom Orient zum Occident zu überwinden. Das hätten sich die Bauherren der ehemaligen Zoll- und Grenzburg zwischen 1377 und 1388 nicht (alb-)träumen lassen

„Tradition trifft Moderne“: Diese Motto gilt auch hier. „Untote“ treiben ihr gespenstiges Wesen in digitalen Installationen. Einerseits kreativ und gut umgesetzt, andererseits weht wohl der Hauch von Disneyworld durch ihre Gewänder

So leer ist die ca. 200 m lange Rampe vom Ticketschalter bis zum Eingang nur am Ende der Besuchszeit

Auch die Treppe vom Ende der Rampe bis zum Eingang in das berühmte Schloss Bran ist nur gegen Ende der Besuchszeit menschenleer – weil es bald Nacht sein wird und somit Herr Graf aktiv? Jede Legende hat einen wahren Kern …

Innen besticht Schloss Bran mit verschachtelten Erkern, Balkonen, Türmchen und Gängen, die mit einem lohnenswerten Rundgang von ca. 1,5 h miteinander verbunden sind und tolle Blicke sowohl in das Innere des Schlosses als auch in die Karpaten erlauben

Hier wird ein Mythos wach: So könnte die Einflugschneise für Vampire aus vernebelten Karpaten in das „Home sweet home“ ausgesehen haben

Bewegliche Schießscharten: Wie wurden während des Nachladens von Gewehren und Kanonen geschlossen – einfach aber wirksam

Das Innenleben ist eine sehr attraktive Mischung aus „majestätisch“ und „urig“, der 1. Hälfte des 20. JH geschuldet, als die rumänische Königsfamilie hier residierte, und der Zeit danach, in der aus dem Schloss ein imposantes Museum entstand

Im Gegensatz zu den hier wohnenden Fledermäusen machten die menschlichen Bewohner keinen Winterschlaf. In Wintern mit regelmäßigen Temperaturen zwischen -10°C und -20°C waren Kachelöfen das Mittel der Wahl zum Beheizen der Räume ohne dicht schließende Fenster und Türen .

Die Vorteile von Kachelöfen lernten wir später auf unserer Reise kennen, als wir einen Kachelofenbauer besuchten und im Ofen zubereitetes Essen genießen konnten, siehe BLOG Handwerk

In dem verwinkelten Gebäude gibt es immer wieder in die Jahre gekommene Wendeltreppen mit authentischen, ausgetretenen Stufen mit überraschend gleichmäßiger Stufenhöhe

Hin und wieder sind einige Stücke ausgestellt, wie sie Angreifer und Verteidiger der Burg in den zahlreichen Schlachten trugen. Leider sind im Schloss einige Ausstellungen/ Ausstellungsstücke, z.B. Folterinstrumente, nur gegen zusätzlichen Eintritt zu sehen. „Wegezoll“ wird also auch heute noch erhoben

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