Der Charyn Canyon in Kasachstan

Ganz im Südosten von Kasachstan liegt der Charyn Canyon, ein Canyon mit atemberaubenden Felsen und Gesteinsformationen, u.a. dem Tal der Schlösser, der Drachenschlucht und dem Mondcanyon. Das Alter des Canyons wird auf 12 Millionen Jahre datiert

Vor (und leider auch nach) der Besichtigung des Canyons bei – in unserem Fall – ca. 40 °C gilt es, gut 150 Stufen einer Holztreppe zu bewältigen. Es fühlt sich wie ein Abstieg aus der Gegenwart in eine urzeitliche, andere Welt an. Auf dem Rückweg nach 2-2,5 h Aufenthalt fehlte die Kraft für ähnliche Vergleiche

Die Farben der Felsen, Wege, Täler usw. entstehen durch die unterschiedlichen Gesteinsarten wie roter Sandstein, Kies und vulkanische Ablagerungen des Tian Shan Gebirges

Dann hatte die Natur Millionen Jahre Zeit, Material abzutragen, weg zu transportieren oder auszuwaschen, um interessante Skulpturen zu formen

Mitunter sind es einzelne Strukturen …

… mal Grüppchen von Formationen, die den Reiz des Canyons ausmachen

Der eigentliche Weg führt über 2,5 km stetig leicht abwärts – klingt machbar, ABER: Zum einen herrschten ca. 40 °C im knappen, wenn überhaupt verfügbaren Schatten, zum anderen folgte ein Stemmschritt auf dem Kies dem anderen, um so wenig wie möglich zu rutschen … der Muskelkater in den Oberschenkeln hielt 3 Tage lang an

Die Fahrspuren stimmten am Ende des Weges optimistisch: Gegen einen Obulus transportierten alte, ausgediente russische Geländewagen dazu, Touristen zurück zur Treppe „in die Oberwelt“ zu fahren, die den Fahrpreis nur allzu gerne bezahlten

Natürlich geformte Miniterrassen …

… und esoterisch anmutende Figuren aus geschichteten Steinen rundeten eine grandiose Natur ab

Am Ende der 2,5 km langen Wegstrecke scheint eine Struktur den Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen – seit nunmehr Hunderttausenden von Jahren

Wenige Meter dahinter fließt der Charyn Fluss entlang schattenspendender Uferpflanzen, ein perfektes Plätzchen, um die Reste der 1 bis 2 Liter Vorräte an Wasser zu trinken und die Füße einen Moment hochzulegen

Wieder zurück am Ausgangspunkt finden sich leicht futuristisch anmutende Anlagen zur Versorgung der wenigen Häuschen am Eingang des Parks und am Fluss via Sonne und Funk. 3 h bzw. 200 km Entfernung von Almaty, die nächsten Minisiedlungen Dutzende von Kilometern entfernt, dafür die chinesische Grenze recht nah – alles Gründe, die gegen Rohre und Kabel sprechen und dafür Natur pur auf den Bildern ermöglichen
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