
Sheki – Weltkulturerbe mitten im Kaukaus

Der Khan Palast von Sheki wurde 1797 gegründet und erlebte nur eine kurze Blütezeit als Sommerpalast für die Khans von Sheki. Bei 600 m – 800 m in den Bergen gelegen, war/ ist das Klima bedeutend angenehmer als in der aserbaidschaninen Halbwüste zwischen Baku und den Bergen knapp über dem Meeresspiegel. Nach dem Verfall 50 Jahre später wurde er gründlich renoviert und mit Malereien und Glasfenstern der Sonderklasse ausgestattet – die man leider, leider nicht fotografieren darf

Die besondere Art der Fenster erlaubt einen Lichteinfall in das Innere, der Wandmalereien, Böden und (Spiegel-)Decken, der diese bei Sonneneinstrahlung in eine regelrechte Festbeleuchtung taucht, die ganz im Widerspruch zu dem eher schlichten Äußeren des Khan Palasts steht
Einige wenige Handwerker bzw. Künstler beherrschen noch die traditionelle Kunst des Fensterbaus für diese Gebäude. Ihnen kann man bei der der Einzelfertigung von Holz- und Glasteilen zuschauen

Der Zusammenbau der Fenster erfolgt passgenau ohne Kleber oder Dichtungen, wofür ein Höchstmaß an Präzision erforderlich ist

Ganz in der Nähe des Khan Palasts auf dem Gelände des einst riesigen Komplexes eine ehemalige Kaserne, schöne Fassade, aber innen ein schmaler Gang mit ebenso schmalen Zellen
Trabi-Parade durch ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe, das historische Zentrum der Stadt Sheki

Die erste christliche Kirche des damaligen Kaukasus-Albaniens wurde im 1. JH an gleicher Stelle errichtet, der Nachfolge-Neubau im 12. JH

Das Kircheninnere ist – typische für christliche Kirchen in Aserbaidschan – eher schlicht und zweckmäßig gehalten, versprüht aber , vielleicht gerade deswegen, eine besondere Aura

Tief im Keller sind einige Gebeine früher Heiliger aufgebahrt und durch in den Boden eingelassene Fenster heute noch zu sehen

Unterhalb von Kish, zurück in Sheki, stehe eine gut erhaltene Karawanserei, Übernachtungsmöglichkeit für Händler und ihre Tiere und Lagerplatz für die in beiden Richtungen der Seidenstraße gehandelten Waren

Die Unterkünfte für die Händler waren meistens im ersten Stock, die Tiere und die Waren wurden im Erdgeschoß untergebracht. Der zentrale Platz in der Karawanserei oder ihr Vorplatz wurden oft als Basare genutzt

Auch ohne Tiere und Waren macht die Architektur der Karawanserei in Sheki Eindruck
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