Burg Berat in Zentralalbanien

Im Mai 2025 hatte ich Gelegenheit, für 8 Tage in einer großen Schleife durch Albanien zu reisen und einige Highlights des bei uns noch relativ unbekannten Lands im Balkan kennenzulernen. Eines der Highlights war die Burg Berat, hoch über der gleichnamigen Stadt – auch Stadt der 1.000 Fenster genannt – gelegen. Die sog. Wohnburg geht auf das 13. JH zurück. Viele Teile der Burg, z.B. Zitadelle und osmanische Moscheen, sind heute nur noch Ruinen. Die Dreifaltigkeitskirche und die imposante Randmauer dagegen sind sehr gut erhalten und bieten ein tolles Panorama auf die Stadt in der Ebene und auf die Berglandschaft in Zentralalbanien

Die Kirchen, wie die byzantinische Marienkathedrale mitten auf der Burg, sind kleine Schmuckstücke. Hier und im Onufri-Museum gleich nebenan sind zahlreiche Ikonen zu sehen

In der Wohnburg wechseln sich malerische Gassen, Mauern und Treppen ab. Das traditionelle Kopfsteinpflaster ist schön anzusehen, aber nicht ganz ohne zu bewältigen, zumal man leicht 2-3 Stunden durch die Anlage wandern kann

An kleinen, urigen Restaurants mit Innen- und Außenbereichen gibt es keinen Mangel. Die Gerichte, wie im ganzen Land üblich, sind zum großen Teil – durch die Lage und historisch bedingt – an die griechische und türkische Küche angelehnt. Da Albanien als das wasserreichste Land im Balkan gilt, ist das Angebot an einheimischen Obst- und Gemüsesorten reichlich

Weiter geht es auf dem typischen Kopfsteinpflaster mit malerischen Treppen und Mauern, auf denen z.T. Wein angebaut wird, nicht nur wegen des bescheidenen Ertrags, sondern vor allem als Schattenspender. Dieser ist bei sonnigen Tagen oben auf dem Berg sehr willkommen. Schließlich ist das Gelände fast 10 Hektar groß

Auch einige der wenigen Fahrzeuge passen ins Bild. Andererseits fällt auf, dass Albaner sehr auf deutsche Autos stehen. Wegen der Robustheit und wegen des Prestiges sind vor allem Mercedes-PKW sehr beliebt. In der Burg wirken sie allerdings fehl am Platz

Es lohnt sich in jedem Fall, die Burganlage kreuz und quer auch jenseits des bewohnten Teils zu besichtigen. Überall gibt es mehr oder weniger erhaltene Zeugen der Vergangenheit und vielfältige Ausblicke, mal auf die Ebene mit der Stadt und mal auf einige der vielen Berge des gebirgsreichen Landes Albanien

No responses yet