Fast so wie die „Pinguine auf dem Sprung“ ins kalte Wasser vor der Insel Chiloe musste ich mit der Kamera auf dem Sprung sein, um Fotos von wenigstens einigen der vielen, interessanten Tierarten Chiles aufnehmen zu können. Bei der Vielzahl der Tierarten fällt die Reihenfolge nicht leicht. Daher habe ich sie nach der Höhe sortiert, in denen sie anzutreffen sind, von 4.500 m hohen Bergen, Salzseen, Lagunen und Geysiren in der Atacamawüste über das mittelhoch gelegene Chile um 2.000 m bis hin zu der Seenlandschaft und dem Pazifik (Meereshöhe) im Süden

Chileflamingos leben z.T. auf über 4.000 m Höhe, z.B. dem Großen Salzsee in der Atacamawüste. Ihre Nahrung sind extrem salzresistente Salinenkrebse, die sich ihrerseits von speziellen Algen und Mikroorganismen ernähren. Bei Nahrungsmangel überqueren die Flamingos sehr hohe Berge in den Anden (größter Berg Aconcagua: ca. 6.960 m) und fliegen zu Süßwasserseen, sind also viel flexibler und mobiler als ihre Artgenossen auf Meereshöhe

In den wenigen Oasen der Atacamawüste und deren Umgebung, z.B. in der Machuca Lagune auf 3.800 m Höhe, trifft man immer wieder auf bis zu 3 Flamingoarten, am häufigsten auf den Chileflamingo mit seinem schwarzen Schnabel, rosa Hals, weißem Federkleid und schwarzem Schwanzgefieder – ausgesprochen elegante Vögel

Liolaemus fabiani oder Fabian Eidechse ist ein gut getarnter, endemischer „Exot“, der in extremer Trockenheit und Höhe (bis zu 5.000 m) vorkommt und sich von Insekten wie Wanzen, (Silber-)Fischchen und Spinnen ernährt und dadurch auch mit Wasser versorgt. Er wird knapp 10 cm groß und gebärt lebend

Vicunas ist die kleinste der 4 chilenischen Wildkamelarten und eine der ältesten. Eine (von mehreren) Geschichten sagt, dass Lamas durch Kreuzung von Vicunas mit Guanakos entstanden. Um noch feinere Wolle zu bekommen, wurden Lamas noch einmal mit Vicunas gekreuzt. Das Ergebnis waren Alpakas. Andere Quellen beschreiben wilde Guanakos als Vorläufer domestizierter Lamas und wilde Guanakos als die der domestizierten Alpakas

Die 4 Wildkamelarten unterscheiden sich neben ihrer Größe und ihrer Wolle auch durch ihr Vorkommen. Vicunas leben als einzige in Höhen um 4.000 m und sind daher oft in der Nähe von Hochlandlagunen anzutreffen. Sie leben, wie Guanakos auch, in kleinen Familien mit 1 Hengst, 2-3 Stuten und Jungtieren, die mit Geburt ihrer Geschwister die Herde verlassen müssen

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