Land und Leben in Laos

Meine Rundreise durch Litauen beinhaltete Stationen wie landestypische Märkte, eine traditionelle Fischräucherei, z.T. sehr attraktive Frühstücksbuffets in Hotels und einen – nach dem stärksten Regensturm seit Jahren – verdienten Gourmetabend im MONAI in Klaipeda. Doch der Reihe nach

Im Juli bieten die Märkte, hier z.B. in Vilnius, viele bekannte Gemüse und -obstsorten, die die Balten lieben, diverse Sorten Beeren und Pilze, vor allem Pfifferlinge, und frühe Kirschen. Da Obst- und Gemüseanbau in Litauen begrenzt sind, werden viele Waren z.B. aus Polen und der Türkei importiert

Fleisch spielt eine große Rolle in der baltischen Küche. Neben den frischen Angeboten gibt es Räucherwaren in Hülle und Fülle, Schinken, Speck und Wurstwaren. Das leckere, aber ungewohnte Räucheraroma kommt vermutlich am zum Räuchern oft verwendeten Erlen- und Wacholderholz

Neben Fleisch ist frischer Fisch in den drei baltischen Staaten, so auch in Litauen, ausgesprochen populär, nicht zuletzt wegen den langen Küsten an der Ostsee. Das Angebot ist ähnlich dem hierzulande und für Selbstversorger durchaus einen Tipp wert

Was nicht frisch verwendet wird, wird in vielen kleinen Fischräuchereien, oft Einmannbetriebe am Rand von Touristenattraktionen wie hier nahe am Strand auf der kurischen Nehrung, zu Räucherfisch – hier Zander – verarbeitet und oft noch vor Ort von Einheimischen und Touristen verspeist

Wie überall unterscheidet sich das Frühstücksangebot von Hotel zu Hotel und Anzahl der Sterne des Hotels, gewaltig. Um so schöner war der Aufenthalt im Hotel Viktoria in Klaipeda mit einem überragenden Frühstücksangebot

Frisches Obst und Kuchen fehlten praktisch nie auf den Buffets. Auch die Vorliebe der Balten für Milchspeisen und Beeren fand sich immer wieder

Interessant ist die Auswahl an Backwaren. Croissants und Toastbrot sind weit verbreitet, Ciabatta eher selten. Viele der international üblichen Brot- und vor allem Brötchensorten fehlen. Dafür begeistert das dunkle, schwarzbrotartige Sauerteigbrot – fluffig und geschmacksintensiv

Im MONAI in Klaipeda gönnte ich mir ein Abendessen auf Michelin. Klein aber sehr fein, könnte das Motto des Restaurants unweit des Hafens und der (neuen) Innenstadt lauten. Schon die Präsentation des Weins in einem geschmackvollen Ambiente war ein Highlight

Ceviche vom Feinsten gab es als Vorspeise. Die ungewohnt dicken Scheiben vom rohen, marinierten Fisch schmeckten hervorragend und harmonierten sehr schön mit den kresseartigen Kräutern

Beim Salat wurden viele in Litauen (wie auch hier oder im Balkan) bekannte Zutaten wie topfrische Tomaten und Gurken als Basis miteinander kombiniert. Verfeinert wurde der Salat mit in Roter Bete marinierten und gefärbten Zwiebeln und als Crunch mit ein paar sanft gerösteten Nüssen

Der absolute Knüller war das vor dem Grillen schon in grobe Würfel geschnittene Rinderfilet, medium gegart, hier im Anschnitt gezeigt. Es wurde auf Mille Feuille von der Kartoffel und unter einer Lage besten Lardoschinkens mit leicht karamellisierten Nussstückchen auf je 2 Schnecken auf den 2 Tranchen serviert. Angenehm fiel auch der junge, pragmatisch-professionelle Service auf. Hervorragend!

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