Georgischer Wein – Ausflug nach Kachetien

Die Besonderheit georgischen Weins ist neben der Vielzahl einheimischer Trauben die mehrmonatige Reifung der Maische in Amphoren aus Ton, die in den Boden der Kellereien eingegraben werden und gut und gerne 1.000 Liter Volumen haben

Von Aserbaidschan aus nach Georgien einreisend, kommt man direkt in die Region Kachetien, die für ihren Wienanbau bekannt ist. Erster Stopp ist also ein Besuch der Kerovani Winery in Sighnaghi, einer echten Manufaktur

Der Wein reift auf traditionelle georgische Art in ca. 1.000 l großen, in den Boden eingelassenen Ton-Amphoren, den sog. Qvevris. Diese Reifung und die lokal vorkommenden Reben machen den besonderen Geschmack georgischer Weine aus

Manche Quellen gehen von international bekannten Reben und über 500 „endemischen“ (autochthonen) Weinsorten aus, von denen aber nur rund 105 für die Weinherstellung angebaut werden

Probieren ist angesagt, zumal sich die Gastgeber viel Mühe geben, dazu passende georgische Speisen zu reichen, viele davon mit Walnussmasse, Auberginen, Roter Bete, Tomaten und Gurke – neben dem im Kaukasus allgegenwärtigen Fladenbrot

Der Ort Sighnaghi hat nur rund 1.500 Einwohner und eine kleine, aber feine – mittlerweile touristisch geprägte – Altstadt mit Kopfstein gepflasterten Gassen

Am zentralen Platz erinnern einige Reliefs an einer großen Mauer an die Vergangeheit, Bauweise, Kriege, Helden usw.

Gefallene Helden aus der Region werden an/ in diesen Denkmälern verewigt und geben uns Touristen nach der Weinliste im Weingut einen zweiten Eindruck von der georgischen Schriftsprache

Früher war das Städtchen aufgrund seiner exponierten Lage oberhalb einer riesigen Ebene eine Festung, von der nur noch wenige Reste erhalten geblieben sind

Die Heilige Nino war eine bedeutende Nonne, die 361 nach einer bewegte Geschichte starb und im Kloster Bodbe beerdigt wurde. Der Bau des eher einer Kathedrale ähnelnden, imposanten Bauwerks auf dem Klostergelände ist erst vor wenigen Jahren begonnen worden und noch nicht fertiggestellt …

… die historischen Gebäude, die Georgskirche mit dem spitzen Turm, und die Begräbniskirche der Heiligen Nonne Nino (Himmelfahrtskirche) sind dagegen beschaulich und schlicht gehalten

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