Land und Leben in Laos

Überquert man die Grenze von Litauen aus in Richtung Lettland, erreicht man nach wenigen Kilometern das prächtig erhaltene Barockschloss Rundale aus dem 18. JH, ein Sitz des ehemaligen Kurländischen Herzogs und ursprünglich von der Zarenfamilie erbaut

Nicht nur die Eingänge und Fassaden sind sehr stilvoll, auch die Details sind sehr liebevoll ausgearbeitet. Budgets spielten wohl damals kaum eine Rolle. Dafür sprechen 138 Zimmer auf 7.000 Hektar Fläche. Zum Erhalt der Anlage heutzutage werden die Eintrittsgelder verwendet, ein guter Deal für abertausende von Touristen, …

… denn neben den Gebäuden erwartet sie ein riesengroßer Rosenpark der Extraklasse. Bei mehr als 1.000 Sorten Rosen finden sich von Frühjahr bis in den späten Sommer immer blühende Exemplare. Die Anlage ist sehr großzügig mit breiten Wegen, Rabatten und Wasserbecken bzw. Springbrunnen angelegt

Leider sind keine offiziellen Informationen über das Personal erhältlich, das die Anlage heute unter der Obhut eines Ministeriums steht. Ich denke aber, dass die Anlage als eine der größten, wenn nicht die größte Arbeitsstätte der gesamten Region ist

Sehr schön – und bei Bedarf schattenspendend und etwas kühlend – sind die Rundbogengänge, mit Weinranken bewachsene Lauben

Im vielseitigen Nationalpark Gauja wartet die imposante Burganlage Turaida mit ihrer wahrlich wechselhaften Geschichte seit dem 13. JH auf Besucher. Kriege, Unruhen, Brände, immer wieder wechselnde Besitzer mit Um- und Anbauideen usw. wechselten sich Jahrhunderte lang ab

Wie viele Schätze des Baltikums verfiel die Burg irgendwann, bevor sie Mitte des 20 Jahrhunderts – noch in der kommunistischen Zeit – komplett saniert und zur Touristenattraktion ausgebaut wurde

Um den Aussichtsturm hochzusteigen, müssen ca. 180 Stufen, teils Steinstufen, teils Treppen, bewältigt werden. Unterwegs kommt dabei öfter die Erinnerung an die deutschen Normstufe auf

Der Blick vom erstmals bei der Sanierung der Anlage Mitte des 20. JH errichteten Aussichtsturms über das Gelände, u.a. über die Fluss- und Seenlandschaft auf der einen und auf den Skulpturenpark auf der anderen Seite, entschädigt aber für die Mühe

Der Skulpturenpark auf dem Dainasberg ist von 26 Skulpturen des einheimischen Künstlers Indulis Ranka geprägt, die zentrale Themen der lettischen Kultur aufgreifen  

Die Feldsteinwerke sollen Lebensweisheit und Geschichten des lettischen Volkes darstellen. U.a. deswegen wird hier auch ein großes Fest zur Sommersonnenwende gefeiert dient

Während meine Runde durch den Park begleiteten mich 2 Personen, einer davon ein Holzbildhauer, der mir tiefere Einsichten in die notwendige Fantasie zur Gestaltung bei der Bearbeitung von großen „Blöcken“ geben konnte, auch wenn Stein nicht sein eigentliches Metier war

Wegen seiner Einzigartigkeit ist der Skulpturenpark in die Liste der bedeutenden Skulpturengärten weltweit aufgenommen worden, ein Detail, das mich vor Ort nicht überrascht hat

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