Die Kalahari – Halbwüste und Savanne

Viele Kilometer entfernt von der geteerten Hauptstraße geht es über Schotterpisten und Schlaglöcher mit etwa 35 km/h bis 40 km/h zum Eingang des Kalahari Nationalparks. Er misst beachtliche 52.000 Quadrat-kilometer, ist der zweitgrößte weltweit und bedeckt ca. 10% des Landes Botswana

Die Fahrwege sind zu Beginn der Trockenzeit in passablem Zustand und erlauben wegen Schlaglöchern, losem Schotter und anderen Hindernissen nur eine Geschwindigkeit von ca. 25 km/h bis 30 km/ h. Komfortabel ist anders, aber wegen der geringen Reisegeschwindigkeit fällt die Beobachtung von Flora und Fauna leicht

Antilopen trifft man allerorten in der Kalahari, hier ein Gnu in Gesellschaft von Springböcken

Majestätisch schreitet der Sekretär auf der Suche nach Kleintieren wie Schlangen, Nagern usw. durch das halbhohe Gras. Der Dauerläufer unter den Vögeln tritt seine Beute mit seinen kräftigen Beinen tot oder bewusstlos und läuft mit dieser ungewöhnlichen Technik keine Gefahr, von giftigen Schlangen gebissen zu werden

Springböcke tragen im Erwachsenenalter 2 gerade, kurze (Weibchen) oder längere, geschwungene (Männchen) Hörner. Das Horn beginnt bereits kurz nach der Geburt zu wachsen und wächst ein Leben lang weiter, bis max. ca. 50 cm

Der Schabrackenschakal ist nach seiner schwarzen Decke benannt, durch die er leicht vom Streifenschakal zu unterscheiden ist, der deutlich seltener ist und den wir nur an einer Stelle zu sehen bekamen. Er ist ein Allesfresser und lebt als Pärchen oder mit der Familie zusammen, bis die Jungtiere selbständig geworden sind. Gruppen von Schakalen sieht man nur selten

Der Silbersinghabicht sitzt gerne auf kahlen bzw. abgestorbenen Ästen und Bäumen und hat seinen Namen nach den melodischen Lauten, die er morgens und abends und gelegentlich auch während des Fluges von sich gibt

Sein Verwandter ist der Graubürzelsinghabicht, der ebenfalls gesangsartige kurze Melodien von sich gibt und einen ähnlichen Speiseplan, d.h. Schlangen, kleine Nager, Insekten aber auch kleine Vögel

Die Kalahari steht auch für spektakuläre Sonnenuntergänge und die Dämmerung kurz zuvor. Das Farbenspiel geht von gelb über orange zu rot und lila. Mit viel Glück teilt sich eine Giraffe oder ein Elefant den Sonnenuntergang mit dem Besucher

Übergang von orange zu rot ca. 1 min vor dem Untergang der Sonne

Wegen der fehlenden Luftverschmutzung ergeben sich abends atemberaubende Farben am Horizont, die fast ein wenig kitschig wirken könnten, wäre man nicht selbst Zeuge dieses Naturschauspiels

Das Scheinen des letzten, farbigen Lichts beschließt 15 bis 30 min nach dem eigentlichen Sonnenuntergang einen weiteren, für Tiere und Besucher abenteuerreichen Tages in der Halbwüste
One response
Du hast super viel erlebt, genieße das Leben.
LG Frank