Das Okavangodelta – Wasser macht den Unterschied

Der Wasserreichtum im Okavangodelta, dem größten Binnendelta der Welt, zeigt sich u.a. extrem eindrucksvoll beim Sonnenuntergang: In der Savanne und der Halbwüste sind Wasser und Feuchtigkeit Mangelware, aber hier an der Tages- oder „Nachtordnung“. Malerische Sonnenuntergänge mit Wolken gab es in den anderen Nationalparks nicht, hier sorgen sie für besondere Motive und Stimmungen

Büffel, einer der BIG 5 (Elefant, Leopard, Löwe, Nashorn und eben der Büffel): Seinen Platz unter den Big 5 hat er sich nicht wegen seiner puren Größe erarbeitet, sondern wegen seines unberechenbaren, aggressiven Auftretens. Daran kann auch seine biedere „Lieschen-Müller-Frisur“ nichts ändern. Respekteinflößend ist ein solcher Bulle allemal. Gut 3 m lang und über 1.000 kg schwer – wenn der einmal in Fahrt kommt …

Schon kommt der Nächste der BIG 5: Ein Leopardenmännchen, das die Touristen im Jeep wachsam aus der Deckung heraus beobachtet. Eleganz pur verkörpert der Leopard, wenn er sich tiefenentspannt dazu bequemt, uns ca. 100 m auf unserem Weg zu begleiten – in vielleicht 20 m bis 25 m Entfernung

Die Löwin gehört auch zu den BIG 5, beim Ruf der Löwen als Könige der Tiere absolut nachvollziehbar. Ihrer Kraft bewusst, legen sich Löwen da, wo es ihnen gefällt, ab. Ihnen kann keiner ans Leder, scheinen sie zu denken. Uns Touristen wird es schon mulmiger, wenn die Entfernung zu diesen erhabenen Tieren weniger als 20 m beträgt

Auch die jungen Löwen werden bald zu den „BIG“ 5 gehören. Momentan stärken sie sich an einem toten Elefanten, nachdem sich ihr Vater, ihre Mütter und Tanten an dem Koloss ausgiebig gestärkt haben und ihren Verdauungsschlaf in der Nähe des Kadavers halten

Solange Leopard, Löwe und co. anders beschäftigt sind, lässt es sich gut und in Frieden grasen, scheint das Zebra zu denken. Solange der Jeep in Bewegung ist, halten sie Abstand. Sobald der Motor abgeschaltet ist (und der eine oder andere leicht hysterische Mund einer Mitreisenden), nähern sie sich bis auf wenige Meter

Wasserböcke sind Antilopen, die sich durch einen weißen Ring am Ende ihrer Körpers auszeichnen. Der eine oder andere in der Gruppe fühlte sich an eine WC-Brille erinnert, zumal das „W“ in WC für Water bzw. Wasser steht

Ein Pharaonenibis im Marschland des Okavangodeltas. Im alten Ägypten galt er als heiliger Vogel bzw. als Fruchtbarkeitssymbol, der in der Umgebung des Nils lebte und so mit dem lebensspendenden Wasser in Verbindung gebracht wurde

Der Klaffschnabel ist eine Storchenart, die ihren Namen dem „auseinanderklaffenden“ Schnabel verdankt. Wird er aufgeschreckt, breitet er seine bis zu 1 ,5 m breiten Schwingen aus, bewegt sie zwei, dreimal und schon hebt er ab, auch Dank seines geringen Gewichts von max. 1,5 kg bei einer Größe von ca. 1 m – Leichtbauweise in Perfektion

Afrikanischer Wiedehopf, leicht an seinem Schopf zu erkennen. Seine Feinde erkennen ihn außerdem an einem übel riechenden Sekret, bei dem Fressfeinde das Weite suchen. Der Wiedehopf – sozusagen das Stinktier unter den Vögeln

Schlangenadler, wie der Braune Schlangenadler hier, lauern auf exponierten Bäumen auf Nahrung am Boden, zu denen alle Arten von Schlangen gehören. Sie sind durch Schuppen an ihren Beinen gut vor etwaigen Bissen von Giftschlangen geschützt. Sie werden rund 75 cm groß, bis zu 2,5 kg schwer und sind mit 1,7 m Spannweite sehr gute Gleiter

Nach so vielen Eindrücken der BIG 5 und anderer Bewohner zu Wasser, Boden und Luft ziehen wir uns ins Camp zurück, und die Sonne vom Tag. Dank des vielen Wassers im Okavangodelta gibt es fast täglich Wolken, die den Sonnenuntergang in ein besonderes Licht setzen
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