Auf dem Weg zwischen Okavango und Chobe: Der Savuti-Nationalpark

Der uns zugegebenermaßen vorher unbekannte Savuti-Nationalpark punktet Dank hervorragender Reiseleiter bzw. Tourguides, vielen Tiersichtungen und dem „Besonderen Etwas“, wie hier die Giraffe im Vordergrund des Sonnenuntergangs

Mächtige Baobab Bäume (Affenbrotbaum) stehen wie Naturdenkmäler in der Savanne. Ihr Umfang erreicht im Savuti Nationalpark „nur“ 10 m, und die Höhe ist mit ca. 10 m auch geringer als die in anderen Nationalparks. Sie sind zwischen 500 bis 1.000 Jahren alt. Die Rinde und damit der gesamte Baum leiden zunehmend unter Elefanten, die sie abschälen, um an das Wasser im Inneren dieses gewaltigen Wasserspeichers zu kommen. Sie nehmen bis zu 100.000 Liter Wasser in der Regenzeit auf, um über die Trockenzeit zu kommen

An ihren blau-grün metallisch schillernden Flecken an den Schenkeln ist die Tsessebe-Antilope leicht zu erkennen, wenn man sie zu Gesicht bekommt. Die Population ist stetig rückläufig, obwohl die Tiere einen sehr guten Schutz vor Raubtieren haben. Mit bis zu 80 km/ h rennen sie ihnen bei Gefahr einfach davon

Mächtiger Kudubulle beim Fressen. Ihre Größe (Bullen wiegen oft 250 kg), Zeichnung und spiralförmigen Geweihe von bis zu 1,5 m Länge machen sie unverwechselbar. Kaum zu glauben, dass diese massigen Tiere auf der Flucht bis zu 75 km/ h erreichen und über Hindernisse von 2 – 3 m Höhe springen können

Majestätisch schreitet ein Gepardenmännchen in aller Ruhe ca. 200 m neben unserem Safarijeep, bevor er sich im Halbschatten aufreizend zum Posieren platziert. Der Sprinter unter den Tieren Afrikas erreicht auf der Jagd kurzfristig 100 km/ h und mehr. Damit und mit der Beschleunigung „von 0 auf 100“ in 3 Sekunden hält der Gepard den Rekord unter den Landtieren

Auf der Safari haben wir relativ spät erst Löwen gesehen, dafür im Savuti Nationalparks immer wieder einmal. Egal, ob beim Schlafen, Fressen oder in Bewegung, die schiere Präsenz der „Könige der Tiere“ nötigt uns gewaltigen Respekt ein

Gelegentlich sehen wir ein Löwenpärchen, das sich in kurzem Abstand gegenseitig folgt. Einige Male sehen wir, dass das Männchen mit 100 m bis 200 m Abstand genau in der Spur seines vorausgehenden Weibchens läuft. Männliche Löwen sichern ständig ihre Reviergrenzen ab – bei rund 10 km Laufstrecke pro Tag in kleinen Revieren von 20 Quadratkilometern eine leichte Übung, bei beuteärmeren, sehr großen Revieren von 1.000 Quadratkilometern aber eine Siebentagewoche erfordert
In der Savanne des Savuti Nationalpark begegnen uns kleine bis mittelgroße Herden von Giraffen im Gegensatz zu anderen Nationalparks, bei denen wir überwiegend einzelne Giraffen, Pärchen oder Familien mit Jungtier gesehen haben. Eine – von mehreren – Besonderheiten der Giraffe ist ihr Gang. „Zwei links, zwei rechts“ trifft es. Die Beine auf einer Körperseite werden gleichzeitig bewegt, bevor die der anderen Seite folgen, wodurch der Eindruck eines leichten Wankens entsteht

Ein häufig vorkommender Schmiede- oder Waffenkibitz, der seinen Namen seinem Ruf verdankt, der an das Hämmern von Schmieden auf Metall erinnert. Wehrhaft sind sie allemal: Um ihre Nester und Jungtiere zu schützen, attackieren sie sogar Tiere, die ein Vielfaches größer sind, bis hin zu Elefanten (!)

Sonnenuntergang im Savuti: Dieses Mal herrschen lange gelb-orange Farbtöne vor, bevor die Sonne nach einem abermals erlebnisreichen Tages untergeht
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