
Naturgewalten in Georgien: Berge, Stauseen, Tropfsteine
Die ersten Sonnenstrahlen des Tages in den Bergen des Großen Kaukaus in der Nähe von Stepantsminda bzw. Kasbegi, dem traditionellen Namen für den Ort auf 1.700 m Höhe mit entsprechend frischer Luft am frühen Morgen

Majestätische Bilder aus den Bergen Georgiens, egal ob Sonnenaufgang im Choch-Gebirge des Großen Kaukasus oder abendlicher Blick auf den weitgehend wolkenfreien Kasbek, 5.054 m hoch

Die Pflanzenwelt macht sich in der Höhe um 4.000 m rar …

… und zieht den Kürzeren, wenn es „noch weiter bergauf geht“. Felsen, Schnee, Wolken, Wind und Erosion – wenige Komponenten, um großartige Landschaften zu schaffen

Vor der Abfahrt vom Kasbek zurück nach Tiflis gönne ich mir noch einen Abschiedsblick bei frischen Temperaturen (morgens ca. 5 °C, abends nach Sonnenuntergang kaum höher) und allerbester Gebirgsluft

Nein, die Natur wirft keinen bösen Blick auf die Touristen. Die Tränen in den Augen der Felsen sind kalkhaltiges Bergwasser, das auf der sog. Heerstraße (Transportroute Richtung Russland) in die Hauptstadt nur wenige Meter neben der Straße nach unten tropft

Ähnlich den Schlammvulkanen im benachbarten Aserbaidschan kann man hier die Natur entstehen und wachsen sehen. Es haben sich im Lauf der Zeit tolle Tropfsteinformationen gebildet

Die einmal stärkeren und die einmal schwächeren Farbtöne der Stalaktiten sind auf die in den Felsen vorkommenden Mineralien zurückzuführen. Sowohl das Gestein als auch die Mineralien sind extrem heterogen und dürften für Geologen und Mineralogen ein Paradies sein

„Betreten verboten“, möchte man sagen. Zum einen will niemand die natürlich geformten Stufen/ Terrassen zerstören, zum anderen sind Krankenhäuser in beiden Richtungen 1-2 Stunden entfernt und z.T. nur über Buckelpisten schlechtesten Zustands zu erreichen – für frische Knochenbrüche nicht zu empfehlen

Noch ein Stück weiter entlang der Heerstraße zwischen Russland und Tiflis erstreckt sich der Dschinwali-Stausee, Ausgangspunkt für tolle Kirchen und Klöster in der Nähe wie die historische Festung Ananuri und das spirituelle Zentrum der georgisch-orthodoxen Kirche, die Swetizchoweli-Kathedrale in Mzcheta
Mittelgebirge, klares Wasser, wenig Siedlungen – kein Wunder, dass der Dschinwali-Stausee ein beliebter Rastplatz auf der Durchreise oder am Wochenende ein bevorzugtes Ausflugsziel für Familien aus Tiflis inmitten der Natur ist

Die Erinnerungen an Gebirge, Tropfsteine und Stauseen sowie an große Ebenen in Georgien werden bleiben, auch wenn wir nur einen Bruchteil von Georgien auf der Fahrt von Aserbaidschan nach Armenien gesehen haben
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