Tiflis – Hauptstadt Georgiens …

… mit lebender Kultur in der Fußgängerzone von Tiflis: Junge Künstler warten auf ihren folkloristischen Auftritt

Hoch über Tiflis thront die Kartlis Deda, die Mutter Georgiens. Mit einer Höhe von 20 m ist diese Aluminiumfrau weithin sichtbar und zeigt dem neugierigen Touristen den besten Punkt auf dem Hügel über Tiflis, um die gesamte Stadt zu ihren Füßen zu betrachten. 1958 wurde sie ursprünglich mit einem Kern aus Holz und einem Mantel aus Aluminium errichtet, bevor sie 1997 „geliftet“ wurde und nun vollständig aus Aluminium besteht

In wenigen Minuten fährt eine von mehreren Seilbahnen in Tiflis vom Hügel mit der Kartlis Dead zum Zentrum jenseits des Flusses, auf der neueren Seite von Tiflis

Die Altstadt ist wie die Neustadt dicht bebaut. Bauten mit wenigen Geschossen, kaum Gärten, dafür aber viele Kirchen prägen diesen Teil der Hauptstadt

Ähnlich wie Budapest ist auch diese Hauptstadt durch einen Fluss, die Kura, in 2 Teile geteilt. Die Kura entspringt im Hochland der Türkei und fließt ca. 1.400 km in West-Ost-Richtung durch Georgien bis ins Kaspische Meer

Auf halber Höhe zwischen Hügel und Zentrum liegt auf der Altstadtseite die Metechi-Kirche, eine historische georgisch-orthodoxe Kreuzkuppelkirche, gegen Ende des 13. JH oberhalb der Kura auf einem Felsen erbaut

Schräg gegenüber „liegt etwas in der Luft“, der Geruch nach Schwefel. Im alten Zentrum von Tiflis gibt es zahlreiche schwefelhaltige Warmwasserquellen, die teilweise feudale Schwefelbäder, ähnlich Hammams oder Thermen, mit schwefelhaltigem Wasser versorgen, das gut für die Haut sein soll

Das Zentrum Tiflis‘ erreicht man entweder über die Seilbahn von der Altstadt aus oder über eine der Brücken über die Kura. Von hier aus verzweigen sich einige, chronisch dicht befahrene Straßen in die Altstadt, entlang des Flusses und in die verschiedenen, ebenfalls höher gelegenen Viertel der Neustadt. Diese steht mehr für Hotels, Geschäfte usw. als für touristisch attraktive und kulturell bedeutsame Ziele

Ein Hinweis auf die Historie Georgiens (ehemalige Sowjetrepublik, Stalins Heimatrepublik und Heimat von Eduard Schewardnase, der zur Zeit der Auflösung der UdSSR sowjetischer Außenminister und später Präsident Georgiens war) hat deutschen Ursprung: Ein Stück Berliner Mauer wurde in Anerkennung der Verdienste von Schewardnadse zur Wiedervereinigung von Deutschland posthum nach Tiflis gebracht

Unter dem großen Meidanplatz in der Altstadt, nahe am Fluss, gibt es einen „unterirdischen“ Markt mit Produkten Georgiens, u.a. Wein, Musikinstrumenten, Trockenobst und Gewürzen, z.B. das swanetische, würzig-scharfe Kräutersalz

Natürlich dürfen auch Souvenirs aller Art verkauft, „alle natürlich made-in-Georgia“, wenn auch das eine oder andere Einwickelpapier auffallend chinesische Texte zeigt …

Ein besonderer Moment war das Aufeinandertreffen mit einer Gruppe jugendlicher Künstler (Tänzer, Schauspieler oder Musiker), die auf ihren Auftritt warteten. Die Kostüme waren authentisch-georgische Kleidung. Den Auftritt konnten wir leider nicht verfolgen, weil das Programm zum Abschluss der 7 zu Fuß, kreuz und quer durch Tiflis gelaufenen Kilometer noch andere Themen vorsah

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