
Am Fuße des heiligen Bergs Ararat
Blick im Grenzgebiet von der armenischen Seite der Grenze mit Erlöserkirche im Vordergrund und dem heiligen Berg Ararat auf der türkischen Seite

Kirche der Heiligen Mutter Gottes (Surb Astvatzatzin) im armenischen Kloster Khor Virap in der Provinz Ararat. Hier soll Gregor der Erleuchter jahrelang im Verlies gesessen haben, bevor er den schwerkranken Herrscher zum Christentum bekehrte und damit zur Errichtung des ersten christlichen Staates der Welt im Jahr 301 beitrug

Quellstein mit den zwei weißen Tauben und reich verzierter Steinmetzarbeit neben der Erlöserkirche im Komplex des Khor-Virap-Klosters

In der abgelegenen Amaghu-Schlucht, in der Nähe von Areni und Jeghegnadsor, in der armenischen Provinz Wajoz Dsor liegt das Kloster Noravank malerisch und abgeschieden. Es wurde ursprünglich am Anfang des 13. gebaut

Das Hauptgebäude ist die vielleicht schönste Kirche Armeniens, zweigeschossig, reich verziert und mit einer Außentreppe zum eigentlichen Gebetsraum, der oberhalb der Gräber im Erdgeschoss liegt und durch die erhöhte Lage den Gläubigen einige Schritte in Richtung Himmel abverlangte

Die reiche Ausstattung geht auf die Geschichte zurück, nachdem der König dem Baumeister die Hand seiner Tochter im Gegenzug zur schönsten Kirche des damaligen Reichs versprach. Kurz vor Fertigstellung der Kirche ließ der undankbare Herrscher den Architekten allerdings von der Spitze der Kirche in den Tod stürzen

Hier gibt es ein von ganz wenigen Darstellungen Gotts als Mensch mit Gesicht. Üblicherweise herrschen symbolische Abbildungen von Gott vor, z.B. als Sonne, als aus einer Wolke gereichten Hand, als Buch (das Wort Gottes), als Kreuzstein usw., da nach strenger Auslegung die menschenanaloge Darstellung verboten sein soll

Armenisch-Apostolischer Priester mit dem typischen, an den Enden breiter werdenden Brustkreuz, das er erst nach langen Jahren im Dienst der Kirche tragen darf
Zwischen der Provinz Wajoz Dsor und dem nächsten Ziel, dem Friedhof von Noratus in der Provinz Gegharkunik führt die Reise über den 2.410 Meter hohen Vardenyats-Pass (Selim-Pass) in der Provinz Gegharkunik in Richtung des bekannten Sevan-Sees. Da die dort befindliche Karawanserei seit Sommer 2026 von Grunde auf saniert wird, entfiel dieser Programmpunkt

Seine Berühmtheit verdankt der Friedhof von Noratus der größten Sammlung von Kreuzsteinen an einem Ort. An die 1.000 Kreuzsteine sind über den Friedhof verteilt

Stirbt ein Familienangehöriger, kauft die Familie ein „Grundstück“, das oft kaum größer ist als das Grab und der Grabstein und behält es bis in alle Ewigkeit. Gräber werden in der Armenisch Apostolischen Kirche nicht wieder belegt, so dass Friedhöfe in alten Gemeinden wie in der Hauptstadt aus allen Nähten platzen

Wenn es sich die Angehörigen leisten können, bekommt der Verstorbene einen verzierten Grabstein, die Szenen aus seinem Leben oder seinem Beruf, wie hier ein Händler entlang der Seidenstraße, darstellen
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