
Eriwan und Umgebung: Armenische Kultur
Das Nationale Akademische Opern- und Balletttheater „Alexander Spendiarjan“ ist ein im sowjetischen Prunkstil errichtetes Gebäude und das Kulturzentrum im Herzen von Eriwan

Das Geschichtsmuseum Armeniens liegt am zentralen Platz der Republik mitten im Zentrum von Eriwan. Die „Eckgebäude“ entlang des Platzes sind halbrunde Bauten, so dass der riesige Platz mit Regierungs-, Verwaltungs- und Hotelgebäuden ein gigantisches Oval bildet

Die historische Kathedrale von Etschmiadsin liegt in der Stadt Wagarshapat unweit von Eriwan und ist das religiöse Zentrum und die Mutterkirche der Armenisch-Apostolischen Kirche. Mit der Begründung Armeniens als 1. christlicher Staat der Welt wurde der Grundstein der Kirche bereits im Jahr 303 gelegt

Blick in den Glockenturm der beeindruckenden Kathedrale

Armenisch-Apostolischer Priester bei stillen Gebet im Hof

Inwiefern die Lage der Mutterkirche Armeniens für den Ort des Zvartnots International Airport in der Nachbarschaft eine Rolle gespielt hat, ist nicht bekannt. Möglichst schnell in den Himmel zu kommen, ist von beiden Einrichtungen aus möglich

Duduks sind DIE Nationalinstrumente Armeniens, aus Aprikosenholz gefertigte Blasinstrumente mit Doppelrohrblatt und i.d.R. 9 Löchern mit einem wehmütigen, schweren Klang. Seit 2005 gehören Duduk und ihre Musik zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe

Der Besuch beim Duduk-Meister erlaubt einen Blick auf die verschiedenen Duduks und Hörproben von den kleinen, hohen Duduks bis zu den langen, dickeren Duduks, die tiefe, dunkle Töne erzeugen

Die Frau des Duduk-Meisters ergänzte die Soli ihres Mannes mit Musik auf dem Klavier, sicherlich aufgrund der gewagten Farbe ein „Einzelstück“. Auf unseren Wunsch hin hatten wir Gelegenheit, die Werkstatt des Künstlers zu besuchen, kaum größer als eine Garage, vollgestopft mit Vierkanthölzern aus Aprikosenholz, Sägen, Bohrern, Hörnern (für die Mundstücke) usw. – eine urige Kunstmanufaktur der alten Schule

In der Provinz Armawir, nahe der Stadt Etschmiadsin und nur wenige Kilometer außerhalb von Eriwan, steht neben der Ruine der ehemals größten Rundkirche, der Kathedrale von Swartnoz, ein Museum, das im wahrsten Sinn des Wortes Einblicke in die mehrgeschossige Rundkirche mit Kuppeldach bietet

Viel ist nicht mehr übrig von dem einst prunkvollen Bau, dessen Statik im 7. JH mehreren Erdbeben in den folgenden Jahrhunderten auf Dauer nicht Stand hielt. Ein heftiges Beben im 10. JH besiegelte den Zusammenbruch – kein Grund, die prachtvolle Stätte nicht zum UNESCO Weltkulturerbe zu ernennen

Die Kirche war eine der ersten der damaligen Zeit, die im Wesentlichen auf Säulen aufbauten. Experten ordnen sie dem frühchristlichen, byzantinischen Stil zu und ihre Kapitelle dem ionischen Stil. Nicht nur wir als Touristen waren begeistert – Einheimische sind es auch und besuchen die Kirche gerne für Hochzeitsfotos
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