Baku – Umbruch dank Petrodollars von der Antike in die Moderne

Am Ende (oder Beginn?) Der Strandpromenade am Kaspischen Meer 2 moderne Gebäude des aserbaidschanischen Entwicklungsbooms. Dazu passend: Die Aufbauarbeiten für das Fomrel-1-Rennen auf dem Stadtkurs wenige Tage nach unserem Besuch

Das moderne Baku, finanziert durch den Wohlstand, der durch Erdöl und Erdgas erwirtschaftet worden ist. Dementsprechend ist eines der modernen Wahrzeichen der Stadt ein futuristisches Gebäudeensemble, die 3 Flammen von Baku

Der zentrale Aussichtspunkt in Baku, der Upland Park, liegt nahe an den 3 Flammen, ermöglicht aber auch auf ca. 1000 Quadratmetern den Besuch bei anderen Highlights der Hauptstadt

Das Gebäude der Nationalversammlung der Republik Aserbaidschan, erbaut im typisch sowjetischen Baustil 1976, das heute den 125 Abgeordneten der Nationalversammlung Platz bietet

Die Moschee der Märtyrer auf dem Upland Park ist im 13. JH im persischen Stil errichtet worden und bietet Platz für 1.000 Gläubige. Zum Vergleich: Die Heydar Moschee ist nicht nur Bakus größte, sondern die größte des Kaukasus. Sie bietet Platz für über 5.000 Gläubige

Vor der Bergstation der Standseilbahn Baku (Baku Funicular) steht ein sowjetisches Kriegsdenkmal, dem Generalmajor und zweifachen Helden der Sowjetunion Hazi Aslanov gewidmet. Spuren der sowjetischen Vergangenheit vor der Unabhängigkeit im Jahr 1991 allenthalben

Der Blick vom Upland Park ist gigantisch und umfasst zum Beispiel die gewaltige Strandpromenade, an deren Ende …

… weiter Prunkgebäude wie das Omega-förmige Crescent Hotel erbaut wurden. Parallel zur Strandpromenade führt eine der Hauptverkehrsadern Bakus, die während meines Aufenthaltes gerade für das Formel-1-Rennen auf dem Stadtkurs in Baku im September 2026 hergerichtet wurde

Daher ging es zu Fuß entlang der Strandpromenade zurück ins Zentrum der Stadt, die auf 15 km bis 20 km ausgebaut werden soll. Die Petrodollars machen vieles möglich, was von der autoritären Führung des Landes beschlossen und verkündet wird

Im älteren Teil der Hauptstadt warten insgesamt etwa 20 Hauptmoscheen, Mausoleen, wie das von Seyid Yahya Bakuvi, und andere islamische Bauwerke auf den Besuch der Touristen

Im Jahr 1964 wurde bei Ausgrabungen der historische Marktplatz unter der heutigen, aufgeschütteten „Altstadt“ entdeckt. Typisch für den historischen Stil der Region im 12. und 13. JH waren die Bogengängen und Arkaden. Die Nutzung beschränkte sich bis zum Untergang durch die Besetzung der Russen und den ersten Ölboom zu Beginn des 19. JH nicht nur auf Handel, wie ca. 20 Gräber für Pilger und Heilige zeigen

Ausgrabungen in der Altstadt nahe des Jungfrauenturms bringen weitere Handels- und sakrale Plätze zum Vorschein, die z.T. ins 9. JH zurück datieren. Die Lage Bakus am Kaspischen Meer hatte für die Schifffahrt und den Handel auf dem Landweg des Seidenstraße enorme strategische Bedeutung, wenn auch erst rund 500 Jahre später

Fehlen dürfen in den Altstädten Zentralasiens oder des Kaukasus wie hier in Baku natürlich auch die Shops für Touristen nicht. Das für mich Bemerkenswerteste daran ist das „Spaltungsvermögen“ dieser Läden für Reisegruppen überschaubarer Größe

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