Die Matobo Hills – Nashörner, Felsen und Felsmalereien

Der Unternehmer und Imperialist Cecil Rhodes nannte einst die Matobo Hills das Schönste, was er je in der Natur gesehen habe. Der Blick von den Hügeln in das abendliche Umland ist gewaltig – aber nicht nur das Umland, auch die Hügel und ihre Felsen selbst

Die höchste Erhebung im Matobo Nationalpark ist etwa 1.500 m über de Meeresspiegel und zeichnet sich durch die „balancing rocks“ aus, nahezu kugelförmige Felsen, die gegen Abend besonders gut zur Geltung kommen

Die Effekte der Abendsonne auf die runden Felsen auf den Anhöhen der Hügel sind einmalig. Die tagsüber eher grauen Felskugeln scheinen regelrecht zu rosten. Weit und breit keine Wolke am Himmel, reinste Luft mitten in der Natur und ein Sundowner im Gepäck – ein Highlight der gesamten Reise

Cecil Rhodes Grab Matobo Hills Simbabwe

Cecil Rhodes verfügte in seinem Testament, auf dem Granithügel Malindidzimu begraben werden zu wollen. Zu Lebzeiten hatte er das Gelände als „View of the World“ (Blick auf die Welt) bezeichnet – eine Einschätzung, die vollständig nachvollziehbar ist

Die warmen Felsen sind ein optimaler Lebensraum für die farbenprächtigen Plattrumpfeidechsen. Die Männchen weisen eine nicht zu übersehende, regenbogenartige Zeichnung vom Kopf bis zum Schwanzansatz auf und pendeln gerne zwischen Felsspalten und Vorsprüngen, auf denen sie ausgiebige Sonnenbäder nehmen

Soldaten Polizei Nashörner Wilderer Schutz Matobo Nationalpark Simbabwe

Eine ganz wichtige Rolle kommt Einheiten von Militär und Polizei beim Schutz der Nashörner, die rund um die Matobo Hills in freier Wildbahn leben, zu. Wilderei ist ein Riesenproblem, das die Regierung mit viel Aufwand bekämpft

Unter Begleitschutz der Soldaten können wir uns vorsichtig und leise insgesamt 3 Nashörnern bis auf etwas 20 Meter (!) nähern und ihre bedächtige Fortbewegung und ihre Töne, eine Art Pfeifton, studieren. Die hier lebenden Nashörner sind überwiegend „weiße“, d.h. Breitmaulnashörner. Die wenigen „schwarzen“ Spitzmaulnashörner sind noch seltener zu sehen. Insgesamt sagen vorsichtige Schätzungen leben im Schutzgebiet rund 100 Nashörner

Matobo Hills Simbabwe

Die Landschaft der Matobo Hills, auf der ca. 1.000 m hoch gelegenen afrikanischen Hochebene gelegen, ist durch Hügel und Felsformationen und ihren Farben durch Mineralien und Flechten geprägt. Einige Felsen lassen sich als Tier, Tierkopf oder – wie hier – als Altar interpretieren

Die vielfältigen Farben der Felsen reichen von grau über braun, rot und grün bis zu gelb und bieten schöne Kontraste zu dem Buschland der Umgebung. Die Felsen bergen aber auch noch eine weitere Attraktion

Felszeichnung Felsmalerei Matobo Hills Simbabwe

Die ältesten Felsmalereien werden auf 12.000 Jahre geschätzt, die jüngsten auf 2.000 Jahre. Sie dienten der indigenen Bevölkerung zur Kommunikation zu Wegen und Tieren, aber auch für Glaubensrituale und zur Darstellung von Jägern und (kriegerischen) Kämpfern

Felszeichnung Felsmalerei Matobo Hills Simbabwe

Als Materialien für die Felszeichnungen dienten Mineralien wie Hämatit für Rot, Mangan oder Holzkohle für Schwarz, Kalk für Weiß und Tonmaterialien. Als Bindemittel wurden z.B. tierische Fette, Blut und Eiweiß sowie Pflanzensäfte verwendet. Die Felszeichnungen gehören zum UNESCO Weltkulturerbe

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