Hwange Nationalpark, Simbabwe

Von den Victoria Fällen sind es ca. 3-4 h Fahrt über z.T. holprige Straßen in Simbabwe, bis der Hwange Nationalpark erreicht ist. Die Savannenlandschaft ist knapp 15.000 Quadratkilometer groß und für ihre vielfältige Population an „Wildtieren“ bekannt

Mein absoluter Favorit ist die Gabelracke, deren gegabelter Schwanz dem farbenprächtigen, amselgroßen Vogel seinen Namen gab. Bis zu 17 Farben (manch sagen auch nur 9) soll der Vogel haben. Im Flug dominiert das intensive hellblau der Schwingen – ein wunderbarer Anblick

Der Rotringtoko, früher auch Gelbschnabeltoko genannt, ist in Simbabwe und Botswana allgegenwärtig und stand Modell für Zazu im König der Löwen. Einheimische haben ihm den Spitznamen „Flying Banana“ gegeben – gut nachvollziehbar

Der Kronentoko ist ein naher Verwandter des Rotringtokos, etwas größer und mit einem orange bis roten Schnabel ausgestattet. Das Flugbild beider ist ähnlich: Lang gestreckter Körper vom Schnabel bis zur Schwanzspitze mit vielen sich abwechselnden Flugphasen zwischen Gleiten und heftigem Flügelschlagen. Oft fliegt er „Kurzstrecken“, d.h. von einem erhöhten Standort in/ auf Bäumen zu einem anderen, nur wenige Meter entfernten
Die Elefantenpopulation gilt als eine der größten weltweit. Schätzungen gehen von 35.000 bis 65.000 Tieren aus

Entsprechend viele niedergetrampelte oder abgefressene Bäume, Sträucher und Gräser trifft man an. Elefanten fressen 150 kg bis 200 kg Pflanzen täglich, saufen bis zu 100 l Wasser und produzieren stattliche 100 kg an Hinterlassenschaften

Ein Sekretär in der Savanne. Nur selten sieht man ihn in Baumwipfeln, wo sie ihre Nester bauen. Er ist eher ein strammer Fußgänger, der täglich bis zu 30 km auf der Nahrungssuche läuft. Diese findet er in Form von Insekten, Nagern und (Gift-)Schlangen im Grasland und tritt sie mit seinen langen, kräftigen Beinen, um sie zu erlegen

Giraffen sind weitaus seltener als Elefanten im Hwange NP anzutreffen. Die Population wird auf max. 1.000 Tiere geschätzt, u.a. eine Folge von Wilderei, einem chronischen Problem in den Nationalparks im Süden von Afrika

Die Südgiraffe ist die größte Giraffenart, wird gelegentlich 5,5 m groß und bringt bis zu 2.000 kg auf die Waage (wenn es denn eine in der Wildnis gibt). Fressen in den Baumwipfeln der Schirmakazien ist nicht nur bequem, sondern bietet gleichzeitig auch Schutz vor Jägern und der Sonne

Diese Kapturteltaube ist eine Art „Standardvogel“ in der Savanne, überall zu sehen und zu hören. Die gurrenden Laute gaben ihr auch den Namen Gurrtaube. Auch ohne Gurren ist sie an ihrem schwarzen Halsband leicht zu erkennen

Auf dem Weg zurück in das Camp (Silwane Lodge) nach Sonnenuntergang treffen wir auf einen nachtaktiven Buschhasen, angeleuchtet vom Scheinwerfer und erstaunlich gelassen

Abgeschlossen wird der Tag im Hwange Nationalpark mit einem Lagerfeuer. Das ist nicht nur romantisch, sondern auch zweckmäßig, weil die Temperaturen nach Sonnenuntergang schnell auf 10 °C und nachts noch deutlich darunter sinken. Das Knistern des Feuers und die Geräusche der nachaktiven Tiere ergänzen die tollen optischen Eindrücke des Tages akustisch
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